Die nachfolgende Auswahl von Bildern soll Ihnen einen Eindruck von den Lokomotiven der Postwar-Ära vermitteln. Alle Lokomotiven funktionieren mit 3-Leiter-Wechselstrom und sind mit einem Umschalt-Relais für Vor- und Rückwärtsfahrt ausgestattet. Die Laufeigenschaften sind hervorragend! Die Gehäuse der Dampflokomotiven sind überwiegend aus Druckguss gefertigt - deshalb sind sie recht schwer - während die Tenderhauben und die Aufbauten der Diesellokomotiven zumeist aus Kunststoff produziert wurden.
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Ein Highlight meiner Sammlung bildet die Berkshire von 1946 mit dem Lionel "Atomic-Precision"-Motor, der in allen Drehzahlen wie eine Nähmaschine läuft. Die Lok wurde von 1946 bis 1949 mit vernickelten Spurkränzen und einem schönen Tender aus Druckguss angeboten und kommt auf eine Gesamtlänge von 55 cm. Die Lok ist mit einem Rauchgenerator ausgestattet, für den spezielle Rauch-Tabletten erforderlich sind. Der Tender verfügt über einen Pfeifgenerator mit wirklich authentischem Klang.
Ab 1950 wurde die Berkshire dann bis 1966 unter der Artikelnummer 736 produziert und hat mit dem neuen stromlinienförmigen Kunststofftender eine Gesamtlänge von 52 cm. Sie ist mit "Magnetraction" (magnetische Räder für schnelle Kurvenfahrten und hohe Zugkraft) ausgestattet. Aufgrund des Korea-Krieges wurden zeitweilig die Rohstoffe für die spezielle Legierung von magnetischen Rädern knapp und somit wurde die 736 im Jahre 1952 noch einmal als 726 bzw. 726RR angeboten. Fast alle Lokomotiven, die ab 1950 mit Magnetraction kamen wurden 1952 ohne diese Neuerung hergestellt. Die Radfolge der 736 ist 2-8-4 und der Tender 2671WX hatte zunächst 6 Achsen. Ab 1952 war der Tender nur noch 4-achsig (Artikelnummer 2046W). Ebenfalls mit Rauchgenerator und Pfeifeinrichtung.
Diese Lok 2056 mit der Radfolge 4-6-4 wurde nur 1952 ohne Magnetraction hergestellt. Eine völlig identische Version dieser Hudson mit Magnetraction ist die 2046 von 1950 - 1951 und 1953. Das Kesselgehäuse wurde von der obengezeigten 736 übernommen. Die Lok verfügt ebenfalls über einen Rauchgenerator, der den Rauch aufgrund einer speziellen Konstruktion wie beim Vorbild entsprechend stoßweise abgibt.
2056 Lokomotive ...
... und passender Stromlinientender 2046W
Hier die 2046 ebenfalls mit 2046W-Tender:
Hier die von 1956 bis 1959 angebotene 2018 mit der Radfolge 2-6-4 mit Rauchgenerator und dem 6026T-Tender ohne Pfeifeinrichtung.
Die 2026 war in dieser Ausführung mit Rauchgenerator von 1951 bis 1953 im Programm. Der Tender ist mit Pfeifeinrichtung ausgestattet, darauf weist das "W" für "Whistle" in der Artikelbezeichnung hin. Optional war der 6466T-Tender ohne Pfeifeinrichtung erhältlich. Frühere Typen der 2026 entsprachen optisch der nachfolgend vorgestellten 1666.
1946 und 1947. Die Räder auf den Treibachsen waren in diesen Jahren zusätzlich mit einem Nickelring versehen. Radfolge 2-6-2.
Turbinen-Dampflokomotiven nach dem Vorbild der Pennsylvania-Railroad S-2 mit der Radfolge 6-8-6 waren von 1946 bis 1955 im Programm. Die ersten Maschinen waren die baugleichen Nr. 2020 für 027-Gleise und die 671 für Standard-0. Mit Einführung von Magnetraction wurde aus der 671 im Jahre 1950 die 681, die Produktion der 2020 wurde eingestellt. Unten im Bild ist eine 671 mit Tender 671W von 1946 zu sehen, oben eine 671 von 1949 mit einem 2671W-Tender.
Einen besonderen Charme vermitteln die Rangierlokomotiven Typ "Switcher". Diese wurden in der Postwar-Ära erstmals 1946 angeboten, im Tender war eine richtige Glocke untergebracht, hier der Typ 1665 mit 6403B-Tender:
Spätere Ausführungen wurden vereinfacht, der so genannte "Slope-Back-Tender" enthielt keine Glocke mehr, wie z.B. bei der 1615 mit 1615-T Tender.
Diesellokomotiven vom Typ F3 wurden erstmals 1948 vorgestellt. Die bekanntesten Varianten sind die "Santa Fe" und "New York Central". In den folgenden Jahren brachte LIONEL immer wieder F3-Dieselloks anderer Bahngesellschaften heraus, die heute zu den begehrtesten Sammlerstücken zählen.
1950 - 1952. Für die F3's sind auch passende Mittelteile erhältlich. Die A-B-A Garnitur kommt dann auf eine stolze Gesamtlänge von über einem Meter. Für den Bau einer Anlage sollte man also schon beim Bau bzw. Kauf seines Hauses entsprechend große Räumlichkeiten einplanen. Der Antrieb erfolgt mit 2 Motoren. Zusätzlich ist die Lokomotive mit einem funktionierenden Horn ausgestattet, für das eine 1,5 Volt-Batterie erforderlich ist.
1950 - 1952. Ebenfalls 2-motorig ist das Antriebs-Unit des 2343. Wie bei fast allen F3's sind die Kupplungshaken elektrisch fernsteuerbar, so dass angehängte Wagen automatisch entkuppelt werden können. Die Lackierung wird auch "Warbonnet-Scheme" genannt.
Der Texas Special wurde von 1954 - 1955 ausschließlich als A-B-Einheit produziert. Der Antrieb erfolgt mit nur einem Motor. Auch hier sorgt ein lautes Horn für vorbildmäßigen Zugverkehr.
Hier eine wunderschöne Western Pacific von 1955.
Die Alcos sind kleinere Diesellokomotiven, die den F3-Typen recht ähnlich sehen. Im Bild ein 2023-Motorteil mit passendem Dummy der Union Pacific (1951 - 1955). Erschienen sind die Alcos anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von LIONEL zunächst in gelber Farbgebung.
1954 brachte LIONEL erstmals ein Model der sogenannten FM-Trainmaster auf den Markt. FM steht für Fairbanks-Morse, eine amerikanische Bahngesellschaft, die die Auflage dieses Modells finanziell unterstützte. Auf dem Bild eine "Lackawanna"- Trainmaster FM von 1954 mit der Artikelnummer 2321. Der Antrieb erfolgt mit 2 Motoren. Auch diese Lokomotive ist mit einem funktionierenden Horn ausgestattet, für das eine 1,5 Volt-Batterie erforderlich ist.
Und hier die sehr seltene und begehrte "Virginian" 2322:
1947
erschien die legendäre GG-1 der Pennsylvania-Railroads mit 12 Achsen. Zunächst als Nr. 2332
mit nur einem Motor wurde sie unter anderen Artikelnummern später 2-motorig
angeboten. Eine Oberleitung hatte Lionel allerdings nicht im Programm.
Die GG-1 wird bis heute in vielen unterschiedlichen Farbgebungen produziert, hier noch ein schönes Exemplar von 1982 ebenfalls in Brunswick-Green:
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